Wüukomme z'Solodurn! 104. Jahresversammlung 29. / 30. Mai 2010 in Solothurn „Es lit es Stedtli wunderhübsch, am blaue Aarestrand,…“
 Nun ja, über die Farbe blau lässt sich diskutieren. Zumindest aber eher grün, denn braun. Und dies obwohl die Farben Solothurns rot und weiss sind.
„Es gugget der Sant Urseturm wyt usen übers Land,…“
Nun ja, den kann kaum übersehen, wer sich auf den Weg an die 104. Jahresversammlung des ZSV nach Solothurn machen wird. Obwohl der Architekt Gaetano Matteo Pisoni aus Ascona ursprünglich deren zwei erbauen wollte. Es blieb aus statischen Gründen bei dem einen. Dem Verfasser des Textes des Solothurner Liedes, die Hymne der Stadt Solothurn, wird es einerlei gewesen sein. Der Vers „es gugge zwöi Sant Ursetürm wyt usen übers Land…“ hätten vom Versmass ebenso gepasst.
 Aber was soll’s, Sankt Ursen hat einen Turm, welcher 6 x 11 Meter hoch ist und praktisch zu dessen Fusse trifft sich am 29./30. Mai 2010, wer an der Jahresversamm-lung teilnimmt. Dabei wäre es ja eigentlich verlockend gewesen, diese Versammlung in der Turmstube abzuhalten, was aber nebst halbwegs guter Kondition der Mitwirkenden bedingt hätte, dass die Teilnehmerzahl mit einem Numerus clausus eingeschränkt würde. Und das würden uns dann wohl einige Theaterleute aus der deutschen und der rätoromanischen Schweiz arg verübeln. Den Turm kann man am 29, Mai ja noch im-mer zu besteigen versuchen, sofern der Turmwärter bei gutem Wetter gewillt ist, die dunkelgrüne Türe auch aufzuschliessen.Von oben bietet sich eine prächtige Aussicht über die Dächer von Solothurn und ins weite Land hinaus. Unten wer-den sich dann die kleinen „Manns-göggeli“, was bitte als geschlechtsneutral verstanden sein will, nach und nach in die Rythalle begeben. Da organisiert die LTG aus Anlass ihres 200-Jahr Jubiläums nämlich die Jahresversammlung des ZSV.

Die eine oder andere Person hat vielleicht zu diesem Zeitpunkt schon eine Begegnung der unheimlichen Art hinter sich, dann nämlich, wenn sie auf dem Weg dahin dem Bipperlisi oder das Bipperlisi ihr in die Quere gekommen ist. Das hängt einzig vom Standpunkt des Betrachters ab. Wobei es bisher noch niemand geschafft hat, das Bipperlisi zu erlegen. In regelmässigen Intervallen zieht es auf den Gleisen seine Schleifen stadtaus-wärts in den Oberaargau oder eben stadteinwärts nach Solothurn. Immer dann, wenn die Züge aus und nach der weiten Welt in Solothurn Halt machen. Von Automobilisten schon tausendfach verwünscht hat es bisher allen Widerwärtigkeiten trotzen können. Übrigens das Bipperlisi, welches jetzt auch in moderner, klimatisierter Komposition verkehrt, welcher aber ein gewisser Hauch von Nostalgie abgeht, hält auch direkt vor unserem Tagungslokal. Denn: „'s isch jo immer, immer, immer e so gsi“ steht in der Solothurner-Hymne geschrieben.
 Hoch über der Stadt Solothurn thront der Weissenstein mit dem „Göiferlätsch“, dem man aber mit der Einstellung des Betriebs der nostalgischen „Sässelibahn“ buchstäblich den Stecker rausgezogen hat. Wenigstens leuchten nachts noch die drei hellsten Solothurner vom Weissenstein herunter.
Wer rechtzeitig zur Jahresversammlung in Solothurn eintrifft, kann noch einem Bummel über den „Samschtigmäret“ wagen. Der „Cheschtele-Muni“ samt seinem putzigen Häuschen mitten auf dem Marktplatz wird sich zu diesem Zeitpunkt zwar längst schon in den Sommerschlaf verabschiedet haben. Geniesser und Kenner werden dafür kaum darum herumkommen, sich in der Schmiedengasse oder am Kronenplatz eine echte Solothurnertorte zu erstehen. Das grösste Problem dieser Köstlichkeit besteht eigentlich darin, wie bringe ich sie heil und nicht schon angegessen“ nach Hause, damit die Daheimgebliebenen dann nicht „angefressen“ sind.Wie dem auch immer sei, die LTG ist vorbereitet auf die Theaterangefressenen des ZSV. Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit diesen zwei fröhliche Tage in Solothurn verbringen zu dürfen.Herzlich Willkommen Ihre LTG Solothurn |
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